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Katalog der UB Siegen

Aktuelle Veranstaltungen

Mittwoch, 22. November 2017, 20 Uhr, Apollo-Theater

In Zusammenarbeit mit dem Apollo-Theater und dem International Office der Universität Siegen

SZYMANOWSKI QUARTETT

Neue Musik aus Polen

Werke von Marcin Markowicz, Wolfgang Amadeus Mozart, Krzysztof Penderecki und Franz Schubert

Eintritt: 19 / 11 €

Mit seinen Kompositionen "Anaklasis" und "Threnos", einem orchestralen Klagegesang für die Opfer des Atombombenabwurfs auf Hiroshima, leitete Penderecki Anfang der sechziger Jahre einen Paradigmenwandel in der Entwicklung der Neuen Musik ein, die von der strukturell orientierten seriellen Musik zur Klangkomposition führte, Musik, die den Klang erforscht und gestaltet, ihn als Träger musikalischer Botschaften nutzt. Durchaus wesentlich war Penderecki dabei auch die inhaltliche und emotionale Dimension seiner Musik, und in diesem Sinn hat er seither komponiert - seine Musik versucht und vermag es, den Hörer emotional zu erreichen, was Penderecki zu einem der meistgespielten zeitgenössischen Komponisten werden ließ. Sein drittes Streichquartett steht im Mittelpunkt des Konzerts, das mit Mozart und Schubert zwei österreichische Klassiker Neuer Musik aus Polen gegenüberstellt. Da liegt es nahe, dass der Abend vom Szymanowski Quartett gestaltet wird, das sich seit 1995 durch seinen sensiblen Klang und seine unerhörte Partiturtreue Weltgeltung verschafft hat.

Szymanowskiquartett 2

Foto: Florian Graser

Donnerstag, 30. November 2017, 19 Uhr, Nikolaikirche

In Zusammenarbeit mit der Kantorei Siegen

WASSER

Eine halbe Stunde Orgelmusik

Werke von Olivier Messiaen und Johann Sebastian Bach

Martin Herchenröder, Einführung und Orgel

Es fließt, es springt, es gurgelt, es braust, es rauscht: Wenn sich Wasser bewegt, kann man es hören, und so faszinierte die Darstellung von Wasser von jeher auch Komponisten. Wassermusik für Orgel hat es zudem mit einem theologischen Thema zu tun: Hier geht es um die Bedeutung von Wasser, etwa als Symbol der Taufe. Das Konzert versammelt Werke von Olivier Messiaen und Johann Sebastian Bach, die sich auf unterschiedliche Weise mit dem Thema Wasser beschäftigen und dabei die vielfältigen klanglichen Möglichkeiten der Orgel einsetzen, um das Phänomen sinnlich und geistlich erfahrbar zu machen. "Eine halbe Stunde Orgelmusik" ist ein Konzertformat, das die Kantorei Siegen und das Studio für Neue Musik der Universität einmal jährlich gemeinsam anbieten: Eine kurze Einführung öffnet Hörperspektiven, anschließend erklingen Musikwerke aus alter und aus neuerer Zeit zu einem gemeinsamen Thema.

Martin Powerplay

Foto: Armin Zedler

Donnerstag, 25. Januar 2018, 20 Uhr, Musiksaal der Universität

MAGIC FLUTE

Musik von Trevor Barca, Brian Ferneyhough, Martin Herchenröder, Motoharu Kawashima, Younghi Pagh-Paan, Giacinto Scelsi, Laurie Schwartz und Toru Takemitsu

Carin Levine, Einführung und Flöte(n)

Sie ist eine der international Angesehensten ihres Faches, und dem Siegener Publikum ist sie ein Begriff: Denn Carin Levine war mit von der Partie, als 2001 Studierende der Siegener Universität das Museum für Gegenwartskunst einweihten - wie eine Rattenfängerin lockte und lotste sie seinerzeit Hunderte von Interessierten mit ihren Flötenklängen durch die neuen Kabinette, Treppenhäuser und Hallen. Seither ist sie immer einmal wieder in Siegen zu Gast gewesen. Bei ihrem jetzigen Besuch hat sie Solowerke mit und ohne Elektronik im Gepäck, die wirkungsvoll die ganze Bandbreite heutigen Flötenspiels mit all seinen unterschiedlichen Klangfarben, Spieltechniken und Atmosphären präsentieren.

Carin

Foto: Knut Lohmann

Freitag, 26. Januar 2018, 14 Uhr, Musiksaal der Universität

Workshop Querflöte

Carin Levine

Donnerstag, 1. Februar 2018, 20 Uhr, Museum für Gegenwartskunst

...ALLES IM FLUSS...

Klänge zur Ausstellung "Takako Saito"

Performance von Studierenden der Universität Siegen

Leitung: Martin Herchenröder und Marco Hoffmann

Takako Saito war mit dabei, als sich Anfang der Sechziger Jahre in New York die "Fluxus"-Bewegung in aufsehenerregenden Performances bemerkbar machte, und seither hat sie durch ihr vielfältiges kreatives Werk, das viel Raum für Phantasie und Interaktion lässt, über Jahrzehnte im Sinne des Fluxus weitergearbeitet. Das Siegener Museum für Gegenwartskunst widmet ihr im Winter 2017/18 eine Retrospektive, und zu der werden Musikstudierende der Universität Siegen eine Performance entwickeln, die auf Saitos Kunst reagiert. Das liegt nahe, nehmen doch manche von Saitos Objekten wie die "Silent Music" sogar schon im Titel auf Musik Bezug. Was den Hörer erwartet? Zwischen "Stiller Musik" und "Lauter Kunst" scheint im Fluxus alles möglich...

Saito

Donnerstag, 19. April 2018, 20 Uhr, Musiksaal

stille laute - laute stille

Musik von Roman Haubenstock-Ramati

Studierende des Fachs Musik

Leitung: Thorsten Wagner

In verschiedenen Werkgruppen entwickelte Roman Haubenstock-Ramati seit Ende der 1950er Jahre seine ihm eigene Form der ‚musikalischen Grafik’. Nach seinen eigenen Worten ist dabei die Tatsache entscheidend, dass "die abstrakte Form eines Bildes durch das zeitgebundene musikalische Denken entstanden ist". Wie auch bei vielen anderen Formen unbestimmter, nicht durch konventionelle Notation bestimmter Musik wird der Interpret zur entscheidenden, Klänge und Klangverbindungen festlegenden Instanz – er übersetzt das grafisch Notierte in konkrete musikalische Handlung. Studierende des Fachs Musik unter der Leitung von Thorsten Wagner stellen sich nun dieser Aufgabe und präsentieren das Ergebnis ihrer Überlegungen und ihrer Arbeit: Inwieweit werden sie auf den musikalischen Horizont des Komponisten eingehen, auf den musikalischen Entstehungskontext der Stücke, inwieweit wird ihre eigene Erfahrung, ihr musikalisches Gedächtnis und die Aktualität ihrer Handlung zum entscheidenden Gestaltungsmoment?

shapes

Donnerstag, 7. Juni 2018, 20 Uhr, Musiksaal der Universität

HOMMAGE À ISANG YUN

Friedrich Gauwerky, Einführung und Violoncello

Isang Yun, der koreanische Komponist, der einen großen Teil seines Leben in Berlin verbrachte, verbindet die Kompositionstechniken der europäischen Avantgarde mit asiatischem Musikdenken, das für seine Ideenfindung zentral geblieben war, und so entsteht in seinem Werk aus diesem spannungsvollen Schnittfeld der Kulturen eine Musik zwischen West und Ost. Der Cellist Friedrich Gauwerky, einer der bedeutendsten Anwälte zeitgenössischer Musik unserer Zeit, hat zum hundertsten Geburtstag des Komponisten ein musikalisches Portrait entworfen, in dem neben Yun selbst auch Wegbereiter und Schüler zu Wort kommen. Er wird den Abend spielen und beredt wie kompetent moderieren.

Gauwerky_II

Foto: Martin Herchenröder

Samstag, 23. Juni 2018, 20 Uhr, Martinikirche

In Zusammenarbeit mit dem Bachchor Siegen

HAMLET

Orgel - Schauspiel - Tanz

The Davidsson Organ and Dance Collaborative (Göteborg - Helsinki - Kopenhagen - Stockholm)

Es ist eines der interessantesten Orgelprojekte dieses Jahrzehnts und sorgte im Sommer 2016 auf der jährlichen nationalen Zusammenkunft der American Guild of Organists in Houston, TX für Furore: Die Davidsson Dance Organ and Collaborative um den charismatischen Organisten Hans Davidsson und seine Söhne, die Tänzer Gabriel und Jonatan Davidsson, haben William Shakespeares berühmtes Drama um den dänischen Köngissohn in eine Fassung für Tänzer und Schauspieler gebracht. Das Besondere daran: Getanzt wird zu Klängen zeitgenössischer und barocker Orgelmusik - live. Jetzt kommt das faszinierende Projekt in die Siegener Martinikirche und stellt die alte, bedeutsame Frage: Sein oder Nichtsein?

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Die Veranstaltungen im "Studio für Neue Musik" werden in diesem Jahr unterstützt durch

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